Migrationswelle 2.0 (Teil 2 von 2)

April 2, 2017

Wie ich im ersten Teil dieses Artikels bereits dargestellt habe: In Hinblick auf die Bedrohungen der Migrationswelle 2.0 müssen wir etwas TUN! Können wir einfach zusehen, wie wir von diesen „Dingern“ aus dem Arbeitsmarkt gedrängt werden, wie sie in der Altenpflege eingesetzt und auf unsere Kinder losgelassen werden? Können Sie sich vorstellen, im Bedarfsfall von einem Roboter betreut zu werden?

 

Wir sind beim Thema dieses Artikels angelangt: Es geht um Roboter. Ein Thema, das bislang mehrheitlich in wirtschaftlichen und technologischen Kreisen diskutiert und von diesen vorangetrieben wird. Und ich habe im ersten Teil dieses Artikels keinesfalls übertrieben, wenn ich davon gesprochen habe, dass der Einsatz von Robotern in Altersheimen und Schulen schon heute Realität ist. Zwar noch nicht flächendeckend, wohl aber auf der Basis von Experimenten und Projekten. Dazu folgende Links auf interessante Videos:

 

Roboter in der Schule: Projekt Avatar Kid

Roboter im Altersheim: Robbe Paro

Roboter im Einkaufszentrum: Butler Pepper

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was soll und kann die Soziale Arbeit tun?

Meiner Meinung nach mischt sich die Soziale Arbeit noch zu wenig in die Diskussion um den Einsatz von Robotern in der Arbeit mit Menschen ein. Und dabei geht es keinesfalls darum, einfach Widerstand zu leisten und die neuen Möglichkeiten einfach zu verteufeln. Denn Roboter können in der Unterstützung von Hilfsbedürftigen durchaus hilfreich sein. Richtig eingesetzt, können sie beispielsweise ein autonomeres Leben von Menschen mit Behinderungen ermöglichen oder, wie im Video dargestellt den Schulbesuch schwerkranker Kinder ermöglichen. Ihr Einsatz birgt aber auch Gefahren. Und zwar dann, wenn es um Ethik geht, um Gefühle, um das Bedürfnis nach Zuwendung und wirklichen sozialen Kontakten. So gut die angepriesenen Möglichkeiten oftmals klingen: wo und wie Roboter in der Arbeit mit Menschen eingesetzt werden, muss auch die Soziale Arbeit mitbestimmen. Und dazu braucht es von den Professionellen der Sozialen Arbeit eine gewisse Offenheit den neuen Technologien gegenüber.

 

Warum es schadet, wenn wir nichts tun

Es macht keinen Sinn, sich dem technologischen Wandel einfach zu widersetzen und die Roboter zu verteufeln. Denn es ist schon heute klar: die Roboter kommen und werden ihren Platz in unserer Gesellschaft finden. Daher ist es umso wichtiger, dass die Soziale Arbeit eine klare Position in Bezug auf den technologischen Wandel im Allgemeinen und die Roboter im Speziellen entwickelt. Wenn wir mitbestimmen wollen, wo und wie der Einsatz von Robotern Sinn macht, wo Klienten allenfalls geschützt werden müssen, dann ist es unabdingbar, dass die Professionellen der Sozialen Arbeit eine Haltung entwickeln und sich frühzeitig - und gestützt auf die Werte der Sozialen Arbeit in Diskussionen zu diesem Thema einbringen. Ansonsten werden wahrscheinlich andere Fachbereiche darüber bestimmen. Menschen wie Jong Lee von Hanson Robotics zum Beispiel. Wie das dann aussehen kann, zeigt das folgende Video: "Erschreckend lebensecht: Dieser Roboter soll sehr bald unser Leben revolutionieren".

 

Wir wüssten gern: Wie geht es euch, wenn ihr dieses Video von Jong Lee im Zusammenhang mit diesem Artikel seht? Was haltet ihr vom Einsatz vom Robotern in der Sozialen Arbeit?

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Wir freuen uns auf dieses Experiment!

David & Daniela

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