• Daniela

Internationale Konferenz zu Sustainable Development & Social Work


Vom 4. bis 7. Juli 2018 fand die Internationale Konferenz zu Sozialer Arbeit und Nachhaltiger Entwicklung in Dublin, Irland statt.

Vier Tage lang Beiträge hören von Wissenschaft und Praxis, diskutieren und netzwerken, verlangte von den Teilnehmenden einiges ab, galt es doch aus rund 1000 Beiträgen aus der ganzen Welt, diejenigen auszusuchen, die besonders interessant und wichtig erschienen. Zudem wurde, um der Nachhaltigkeit Rechnung zu tragen, kein papierenes Programm abgegeben und die Teilnehmenden auf die Internetseite und eine für Events entwickelte App verwiesen. Dies hatte dann jedoch zur Folge, dass die meisten KonferenzteilnehmerInnen ständig mit ihren Smartphones beschäftigt waren, da die Orientierung doch nicht ganz so praktisch war, wie man sich das vielleicht vorstellt. So musste man sich beispielsweise die Abstracts als pdf über die Webseite herunterladen und ständig mit den Präsentationstiteln auf der App vergleichen.

Wie auch immer, das Angebot war interessant und anregend. Community Work und sustainable Environment bildeten einen wesentlichen Schwerpunkt. Mary Robinson, ehemalige Staatspräsidentin von Irland und UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, war eine der Key-Speakers. Sie betonte die Wichtigkeit der Zivilgesellschaft, wenn es darum geht, Themen rund um unsere Umwelt, Klimawandel und soziale Gerechtigkeit zu bearbeiten. Etwas was in vielen Präsentationen, ob mündlich oder als Poster, betont und reflektiert wurde. Weiter erhielten die Themen "Women" (Gleichberechtigung) und "ICT" (Internet-Kommunikation) ein eigenes Spielfeld und die studentische Bildung bildetete ebenfalls einen Schwerpunkt.

Neben Forschungsresultaten und Modellen, erarbeitet im Zusammenhang mit Klientengruppen wie Kindern, ethnischen Minderheiten, indigenous people oder Flüchtlingen, wurde die Organisationsebene besprochen, wenn es darum ging, genauer hinzuschauen, wie soziale Organisationen, sowohl lokal als auch global, Menschenrechte und Nachhaltigkeit umsetzen. Eine besondere Herausforderung stellt die Umsetzung von global entwickelten Standards (z.B. Global Agenda) oder Zielen (wie die Sustainable Development Goals) dar. Wie können Sozialarbeitende diesen Ansprüchen im Alltag gerecht werden? Was heisst das für die Ausbildung von Sozialarbeitenden und die Weiterbildung von PraktikerInnen? Welche Rolle spielen die Universitäten, die Zivilgesellschaft, die Politik?

Dies sind nur einige der Fragen, die diskutiert wurden und an denen wir alle weiter arbeiten müssen, wenn wir die Ziele und ethischen Grundlagen der Sozialen Arbeit ernst nehmen wollen. Eine professionelle Soziale Arbeit erfordert auch, neue Themen in der Gesellschaft wahrzunehmen und aktiv anzugehen. Einige Stichworte dazu sind: Digitale und soziale Medien, Umwelt, Katastrophen und Terrorismus. Bestimmt werden wir in einem der nächsten Beiträge wieder darauf zu kommen.

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